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Geschichte von Wahlshausen

 

Geschichtlicher Abriss nach dem „Chronik-Heftchen“ von Heinrich Wagner, „WAHLSHAUSEN, Anfang bis zur Eingliederung“.

 

8. – 9. Jahrhundert

Bei der Gründung des Stiftes Hersfeld, ist im Aulatal schon eine Besiedlung durch feste Bauten vorhanden. Die Wege der Mönche von Hersfeld nach Ottrau und Fritzlar führen mit großer Wahrscheinlichkeit durch das Aulatal und durch den Bersbach nach Fritzlar über den Knüll. Der Bonifatiusbrunnen hinter dem Berg liegt an diesem Weg.

 

In den Seitentälern der Aula erinnern alte Flurnamen an frühere Siedlungsstellen, heute Wüstungen, wie

 

Elbenrod im oberen Heubachtal,

Am blauen Stein, Anhöhe nordöstlich der Ibra Kuppe

Im Bersbachtal bei der Einmündung des Rotengrundwassers

 

Im Laufe der Christianisierung schließen sich die Siedler zu größeren Gemeinschaften zusammen. Das ist die Keimzelle der heutigen Ortschaften.

(Näheres ist in der künftigen Dorfchronik nachzulesen)

 

1309

Ersterwähnung von Wahlshausen als „Waleshusen“ in einer Urkunde des Klosters Immichenhain. Danach sind Konrad und Theoderich aus Waleshusen als Schöffen in Aula, Zeugen bei einem Kaufvertrag des Klosters. (Siehe Urkunde und Übersetzung)

 

1323

„Waleshusen“ gehörte zum Halbgericht „Oberauwela“.

Das untersteht zur Hälfte der weltlichen Macht des Grafen von Ziegenhain und zur Hälfteas zur Hälfte der weltlichen Macht des Ziegenhainer Grafen und zur anderen Hälfte dem Mainzer Bischof.

 

1343-1364

Benennung des Ortes im Hersfelder Zinsverzeichnis als „Villa Walnshusen“.

 

1366

Benennung im Hersfelder Zinsverzeichnis als „Waylshusen“.

(Näheres ist in der künftigen Dorfchronik nachzulesen)

 

14. Jahrhundert

Der Ort erhält Marktrechte zum Abhalten von 4 Markttagen pro Jahr

 

1416

Zur Pfarrei Obirn-Auwela gehören:

Chrystenrodt, Frydigenrodt, Hauptschwendta, Olbenrodt, Ober-und Nieder Schorbach und Walshusen.

Das Patronat hat das Bistum Fulda.

 

1419

Zum Gericht Obernauwela gehören Waleshusen, Ebera, Wyssenborn, Schorpach, Eckenrode, Hornspach, Frydegenrode, Chrystenrodt, Udolferode und Falkenhayn.

Gericht wird gehalten an der Mauer, die um den Kirchhof geht, auf der Halde mit dem Namen „Uff unser lieben frawen berge“.

(Näheres ist in der künftigen Dorfchronik nachzulesen)

 

1450

Nach dem Tode des Grafen von Ziegenhain fällt die Grafschaft an den Landgrafen von Hessen-Kassel.

Streitigkeiten an der Grenze zur Abtei Hersfeld sind an der Tagesordnung.

 

1456

Hans von Doringsberg (Hans von Dörnberg) wird Amtmann in Ziegenhain.

Er ist damals hinter dem Landgrafen der mächtigste Mann in Hessen.

Die Familie hat ihren Hauptsitz in Neustadt.

 

1464

Das Geschlecht derer von Dörnberg wird mit dem Patronat für die Orte Hausen, Ibra, Weißenborn und Schwarzenborn belehnt.

 

24.10.1467

In die Wohnung des Junkers Hans von Doringsberg in Neustadt sind folgende Mitbewohner von Walshusen als Zeugen geladen: Wyntrud Henne, Hermann Hobes, Glockhenne. Rathenne, Henne Heller, Simons Henze, Simon Flesses Henne, Richeshenne, Heinze Lyrsroth und Clas de koler. Wegen Erzürnung des Junkers müssen sie um Gnade bitten und sich und ihre Nachkommen verpflichten, dem Junker Hans untertänig zu sein, und nicht denen von Falkenberg oder dem von Gortze.

Zu dieser Zeit gibt es in Wahlshausen 15 Häuser.

 

um 1500

Beginn der ersten Unruhen in der Bevölkerung gegen die Kirchenverwaltungen wegen des erhöhten Zehnten und den Ablass-Forderungen der Kirche.

 

1521

Verstärkung der Unruhen auch auf dem Lande.

Die Priester fliehen in die Städte, da die Lehre Luthers zu offenen Angriffen auf die Geistlichen führt.

 

1523

Hermann von Dörnberg hebt in seinem Patronatsbezirk die Messe auf und gebietet den Pfarrern, Gottes Wort und die Sakramente ohne Krämerei zu bedienen.

Vom Bischof in Mainz erhalten die von Dörnbergs die Pfandschaften Hausen und Breitenbach mit der Burg Herzberg und deren Hälfte am Gericht Oberaula.

 

1525

Bauernaufstand wegen religiöser und sozialer Spannungen

 

1526

Am 21./22.10.1526 verfügt der damalige Landgraf auf der Synode in Homberg/Efze die amtliche Einführung der neuen lutherischen Konfession.

 

1576

Durch den „Trysaer Anschlag“ regelt der Landgraf die Abgabenordnung. Sie behält in ihren Grundzügen Gültigkeit bis ins 18. Jahrhundert.

 

1585

Erstellung von Amt-Salbüchern, um einen detaillierten Überblick über die rechtlichen Besitz- und Abgabenverhältnisse zu schaffen.

 

1618

Zwischen den Gemarkungen Gersdorf und Wahlshausen liegt ein neutrales Gebiet, das Steitfeld.

Zu Zeiten, als die Grafen von Ziegenhain und die Äbte von Hersfeld Grenznachbarn sind, gibt es blutige Auseinandersetzungen den Schäfern der beiderseitigen Schutzvögte um die Weiderechte.

Der Beginn des 30-jährigen Krieges beendet diese Streitereien.

(Näheres ist in der künftigen Dorfchronik nachzulesen)

 

1618-1648

Der Weltkrieg bring viel Not und Leid über die Bevölkerung.

In Wahlshausen leben damals etwa 40 Familien. Das Dorf wird in den Kriegswirren fast total zerstört.

 

1626 und 1628

Durch die Pest stirbt ein großer Teil der Bevölkerung

 

1631 – 1640 Schreckensjahre

Bayrische Truppen und Tilly-Soldaten fallen in die Dörfer und Städte ein.

Am schlimmsten wüten kroatische Truppen unter Piccolominis und die kaiserlichen Soldaten unter Bredow.

Ist in einem Ort nichts zu holen, wird alles niedergebrannt. Die Bewohner suchen Waldverstecke auf, nur mit dem Nötigsten versehen.

 

1639

„Adam Rossbachs unmundigen ist ihre muhle abgebrandt undt die hauser darzu, wohnet itz zuObernauwelle in des Junkern muhle, hat noch 2 steir undt eine kuhe, haben außgestaldt 9 metzen korn“

Seygenadtum Walshusen den 6ten Martini 1639

Andtreas Geis, Grebe; Hanss Kruss, Vorsteher; Johannes Kruss, Vorsteher

(aus der Chronik Oberaula übernommen)

Mit der Junkersmühle ist die Aumühle gemeint, die damals zu Oberaula gehört.

Die Regierung in Kassel ordnet eine Erhebung der Leute und Güter in ihrem Herrschaftsbezirk an.

Die genauen Angaben für Wahlshausen stehen im Hessischen Mannschaftsregister.

Hans Döll hat beispielsweise seinen ganzen Besitz durch einen Brand verloren und muß betteln gehen:

„Hans Döll hat gantz nichts, ist ihm alles verbrandt, muss sein Brot heischen“.

Von Witwen und Waisen sowie ihrer Armut wird erzählt:

„Dissen eltern sindt alle gestorben,gehen die kinder nach dem lieben brodt“.

(Näheres ist in der künftigen Dorfchronik nachzulesen)

1700

Errichtung einer 3-Bogen-Brücke über die Aula. Bisher gibt es als Übergänge nur Furten und Holzstege.

 

1712

Im Ort steht eine Wehrkapelle, die wohl aus der Anfangszeit des Ortes im 8.- 9. Jahrhundert stammt.

Sie wird nun ausgebaut.

In den Ostteil der neuen Kirche fügen die Baumeister alte Umfassungsmauern mit ein. Auf den Mittelteil der ehemaligen Kapelle setzen sie einen Turm, der zwei Glocken und eine Uhr erhält.

(Näheres ist in der künftigen Dorfchronik nachzulesen)

 

1717

Die Kirche in Oberaula wird in ihrer heutigen Form fertig gestellt. Sie ist die Mutterkirche für die Einwohner von Wahlshausen. An allen Sonn-, Fest- und Bettagen ist der Gottesdienst dort zu besuchen.

Zur Instandhaltung der Mutterkirche hat die Gemeinde ihren Beitrag zu leisten.

Die Baumaßnahmen an den beiden Kirchen fordern von den Wahlshäusern „große Opfer an Arbeit und Geld“.

 

1724

Ausbau der Mühle im Dorf in der heutigen Ansicht durch die Familie Rossbach, die aus der Aumühle stammt. Ein Grundstein erinnert noch heute an die Baumeister.

 

1747

Endgültige Festlegung der Grenze zwischen dem Amtsbezirk Oberaula und Niederaula sowie Markierung mit Grenzsteinen.

An der Gemarkungsgrenze (Kreisgrenze) sind heute noch Grenzsteine zu finden. Sie haben auf der Wahlshausen zugewandten Seite ein „OA“ und der Gersdorf zugewandten Seite ein NA und eine Nummer.

 

1756 – 1763 Der Siebenjährige Krieg

Spürbare Auswirkungen in unserer Gegend durch Quartierlegungen, Durchmärsche, Geldleistungen, Geldzahlungen und Besetzung durch französische Truppen, die gegen die Preußen nach Thüringen ziehen.

 

1761/62

Kampflose Einnahme der Festung Ziegenhain durch die Franzosen und anschließende Rückeroberung durch die Kurhessen mit viel Schaden in der Stadt und den umliegenden Orten.

 

1778

Alle Orte in Kurhessen müssen ein Lagerstück und Steuerbuch erstellen, so auch die Dorfschaft „Waldshusen“ im Amte „ObernAula“.

Geldmangel in der Kasseler Staatskasse ist der Auslöser für diese Forderung.

 

Die Gemarkung Wahlshausen wird vermessen nach den „Casseler Acker und Ruten“ Die Ergebnisse sind festgehalten:

 

   866 Acker   bestellbares Land

   239 Acker   Wiesen

1.000 Acker  Gebäude und Gehöfte

     19 Acker   Gärten

   206 Acker   Hutungen

2.319 Acker  Casseler Acker insgesamt

 

 

Cassler Acker

Flächenmaße:
1 Hufe = 30-33 Acker
1 Kasseler Acker = 150  14schuhige Quadratruten = 23,865 Ar = 0,23865 Hektar
5 1/3 Casseler Acker = 5 preußische Morgen
1 Morgen (preuß.) = 25 Ar = 0,25 Hektar
1 Quadratrute = 15,91 qm
1 14schuhige Rute = 14 Casseler Fuß = 4,06 Meter Länge
1 16schuhige Rute = 1 Rute = 10 Dezimalfuße
1 Dezimalfuß = 10 Dezimalzoll
1 Gart = ¼ Acker
1 Drigart = ¾ Acker
1 Forling = ½ Acker

(Näheres ist in der künftigen Dorfchronik nachzulesen)

 

In der Zeit sind 1 Schulhaus und 60 Häuserstätten im Ort vorhanden. Hier leben 62 Männer, 72 Frauen, 64 Söhne, 76 Töchter, 14 Mägde und 4 Knechte insgesamt 292 Personen. Der Viehbestand ist mit 4 Pferden, 93 Ochsen, 75 Kühen, 290 Schafen und 15 Schweinen angegeben.

 

4 Märkte werden im Jahr abgehalten:

 

v  Mittwoch, eine Woche nach Lichtmeß, (40.Tag nach Weihnachten, 02.Febr.)

v  Mittwoch, vor Grünedonnerstag,

v  Mittwoch, eine Woche vor Michaelistag ( 29. September)

v  Mittwoch, nach dem Christtage

 

Die Mühle im Dorf ist eine Mahl-, Schlag- und Schneidemühle, in Erb- und Eigentum von Johannes Bolender.

 

Die Aufzählungen im Lager-Stück und Steuerbuch wurden unterschrieben von

Herman Finix, Johannes Hoffmann, Hans-Heinrich Dipp, Johann Heinrich Hoffmann, Johann Heinrich Roth und Conrad Berg.

 

1804

Während der Heuernte schlägt ein Blitz in einer Scheune ein, und es brennt fast das ganze Dorf. Die Kirche, deren Mauern noch aus dem Mittelalter stammen, und die Mühle werden nicht beschädigt. Die Schule ist teilweise zerstört, die Renovierung dauert bis 1835.

 

1807

Kurhessen wird unter Jerome, einem Bruder von Napoleon, Teil des Königreiches Westfalen. Im Zuge einer Verwaltungsreform teilt man die Ämter Breitenbach, Frielendorf, Neukirchen, Oberaula, Schwarzenborn und Ziegenhain der Unterprefektur Herford zu. Die in den Orten als „Grebe“ fungierenden Dorfoberhäupter werden abgesetzt und neue „Maire“ ernannt.

(Näheres ist in der künftigen Dorfchronik nachzulesen)

 

1813

Ende des Königreich Westfalen und Rückkehr des Kurfürsten Wilhelm.

Alle Reformgesetzte werden annulliert und die Rechts- und Verwaltungsverhältnisse der Vorkriegszeit wieder hergestellt.

Den „Maire“ ersetzt wieder ein „Grebe“. Es erfolgt die Zusammenlegung der Ämter Oberaula und Schwarzenborn mit Amtssitz in Raboldshausen.

 

1821

Kurfürst Wilhelm II. bringt die Neuordnung der Kurhessischen Verwaltung in Gang. Kreisämter werden geschaffen, die Vorläufer der heutigen Landkreise.

Für die Gerichtsbarkeit entstehen Justizämter in Treysa, Neukirchen, Oberaula und einer Nebenstelle in Breitenbach.

Somit ist die lehnsherrliche Gerichtshoheit derer von Dörnberg, die ja auch zur Hälfte über Wahlshausen besteht, aufgehoben.

 

1831

Änderung der Verfassung in Kurhessen

 

1834

Bis dahin waren die vom Amt bestellten Greben zuständig. Estmals Wahl eines Bürgermeisters durch die Bürger.

 

1835

Fertigstellung der in 1804 teilweise zerstörten Schule

 

1840

Große Missernte im Ostteil des Kreises

 

1842

Eine große Dürre zerstört die ganze Ernte in unseren Orten.

 

1844

Hagelunwetter zerstört die ganze Ernte in unseren Orten.

Viele Familien bringen die Ernteausfälle an den Bettelstab. Die Auswanderungsquote steigt beträchtlich an.

Von 1840-1914 wandern über 7.000 Menschen aus dem Kreis Ziegenhain nach Amerika aus.

 

1847/50

Bau der Rhein-Weserbahn

 

1848/49

Es kommt auch in unserem Kreis zu Unruhen und Auflehnung gegen die absolute Herrschaft des Kurfürsten.

Auflösung der Frankfurter Nationalversammlung.

 

1852

Die Regierung in Kassel ordnet eine allgemeine Befragung und Zählung an. In Wahlshausen wird sie durch den Lehrer Bambey ausgefertigt. Er notiert 398 Einwohner, 88 Familien, 96 Kinder, 1 Lehrer, 77 Schulkinder und 74 bewohnte Häuser.

Vermerkt sind auch die Berufe, der Viehbestand – und die Bettler, denn „im Allgemeinen herrscht da eine Armuth, die zu beschreiben mitunter keine Worte ausreichen möchte“

(Näheres ist in der künftigen Dorfchronik nachzulesen)

 

1856

Die Junkermühle (Papiermühle, jetzt Mahl- und Schlagmühle), die zur Gemeinde Oberaula gehört, wird in Folge neuer Abmessungen und Richtigkeiten Wahlshausen zugeordnet. Als Gegenleistung wird der Streit mit der Grenze im Mieswald beigelegt.

(Näheres ist in der künftigen Dorfchronik nachzulesen)

 

1866

Einführung der Preussischen Gemeinde- und Städteordnung

 

1874-1876

Die alten Grundstückslisten werden durch Erstellung eines Katasters in den Gemeinden geordnet, als Grundlage für die in den Gemeinden zu erhebenden Steuern.

 

1880

Industrialisierung wird auch in unserer Gegend spürbar; junge Männer suchen Arbeit in Westfalen.

 

1890

Auflösung der Schafhaltungsgenossenschaft, der gemeinschaftlichen Schafhaltung – Interessengemeinschaft, in Wahlshausen.

Die Flächen werden auf die Teilnehmer nach dem Verhältnis der Anteile privatisiert.

 

In diesem Jahrzehnt gibt es große wirtschaftliche Not, viele Menschen ziehen weg ins Ruhrgebiet. Auch in Wahlshausen wird Besitz verkauft und getauscht.

 

1895

Gründung des Oberaulaer Darlehnskassenvereins

 

1906/07

Inbetriebnahme der Eisenbahnstrecke Hersfeld-Treysa

Durch die Streckenführung mit Brückenbauten fallen alte wahlshäuser Zufahrtswege fort. Ihre Umlegung ist, verzögert durch den 1. Weltkrieg, erst 1923 abgeschlossen.

(Näheres ist in der künftigen Dorfchronik nachzulesen)

 

1922

Gemarkungsvermessung, mit 503 ha.

Die Vermessung von 1778 ist mit 570ha also schon ziemlich genau gewesen.

 

1923

Die Geldentwertung schreitet fort. Beim Strombezug wird die Kw-Stunde auf 2.000.000 Mark festgelegt.

 

1924

Verrechnung der Gehälter auf Goldmarbasis

1 Goldmark = 800 Millionen Mark

 

1934

Trennung des Schul- und Kirchenvermögens.

Das Grundstück hinter der Kirche bekommt die Kirchengemeinde.

Der Platz vor der Schule sowie die Küsterwiese auf den Rotwiesen geht in das Schulvermögen über.

 

06.06.1934

Letzte Sitzung des frei gewählten Parlaments der Gemeinde Wahlshausen.

 

31.03.1945

Erste amerikanische Truppen kommen nach Wahlshausen; Kampfhandlungen finden keine statt.

Nachschubeinheiten nehmen in mehreren Häusern Quartier. Betroffene Familien müssen bei Nachbarn unterkommen.

 

26.01.1946

Erste freie Kommunalwahl nach dem Krieg.

Die Unterbringung der Heimatvertriebenen, der Flüchtinge aus den Ostgebieten, sowie der Bombengeschädigten aus den Städten ist keine leichte Aufgabe für die Verwaltung.

(Näheres ist in der künftigen Dorfchronik nachzulesen)

 

1951

Heinrich Wagner, der Autor des „Chronik-Heftchens“ wird zum Bürgermeister gewählt.

 

1960

Wolkenbruch in der Gemarkung.

Innerhalb von 30 Minuten fallen 40 Liter (4 Eimer Wasser) auf jeden Quadratmeter Boden. Allein die Schäden an den Gemeindewegen betragen 48.000 DM.

Die Aulabrücke muss für 23.000 DM repariert werden.

 

1961

Fertigstellung der neuen Schule mit Lehrerwohnhaus und Anlage eines Sportplatzes

(Näheres ist in der künftigen Dorfchronik nachzulesen)

 

1971

Umbau der neuen Schule zu einem Dorfgemeinschaftshaus. Mit Beginn der Sommerferien 1970 wird die Schule Wahlshausen geschlossen. Die Schüler fahren nun nach Oberaula.

 

21.12.1973

Bürgermeister Heinrich Wagner verabschiedet sich bei einem Dorfabend im Beisein von Landrat Albert Pfuhl von seinen Wahlshäusern, nach 14-jähriger Amtszeit.

Die Eigenständigkeit der Gemeinde endet am 31.12.1973.

 

1974

Durch die Verwaltungsreform verliert Wahlshausen seine Selbständigkeit und ist nun Ortsteil der neuen Großgemeinde Oberaula.

Der Kreis Ziegenhain wird zusammen mit den Landkreisen Fritzlar-Homberg und Melsungen zum neuen Schwalm-Eder-Kreis zusammengelegt.

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